Unterstützung für Angehörige von Menschen mit Demenz
Akut-Beratung in der Kleingruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz

Vielleicht ist etwas passiert, das die bisherige Balance ins Wanken gebracht hat.
Deine Mutter will keine Hilfe annehmen.
Dein Vater kann nicht mehr allein bleiben – besteht aber darauf.
Nach einem Krankenhausaufenthalt soll plötzlich geklärt werden, wie es weitergeht.
Die Geschwister sind sich uneinig.
Oder du merkst selbst:
So wie bisher schaffe ich es nicht mehr. Aber was ist die Alternative?
Genau für solche Situationen ist die Akut-Beratung in der Kleingruppe gedacht.
Die Akut-Beratung auf einen Blick
Für wen: Angehörige, die in einer konkreten Situation mit Demenz feststecken und nicht mehr wissen, wie sie weiter vorgehen sollen
Ziel: Die aktuelle Situation verstehen, einordnen und 1–2 sinnvolle nächste Schritte finden
Format: Online, 60 Minuten, Kleingruppe mit maximal 4–6 Angehörigen.
Termine: Zweimal pro Woche zu festen Zeiten
Investition: 39 € pro Person.
Nächster Schritt: Termin wählen, Platz sichern, deine aktuelle Situation mitbringen.
„Eigentlich müsste ich geduldiger sein.“
„Ich kann sie doch jetzt nicht im Stich lassen.“
„Was mache ich, wenn er jede Hilfe ablehnt?“
„Meine Geschwister sagen, ich übertreibe – aber sie erleben den Alltag ja nicht.“
„Wie lange kann das zu Hause überhaupt noch funktionieren?“
„Ich weiß, dass es so nicht weitergeht. Trotzdem fühlt sich jede Alternative falsch an.“
Das Schwierige an der Begleitung eines Menschen mit Demenz ist häufig nicht, dass es gar keine Möglichkeiten gibt.
Sondern dass jede Möglichkeit einen Preis zu haben scheint.
Mehr Hilfe organisieren – und sich dabei fühlen, als würde man Verantwortung abgeben.
Grenzen setzen – und danach Schuldgefühle haben.
Nicht eingreifen – und sich Sorgen machen.
Eingreifen – und den Widerstand des Menschen erleben, den man eigentlich schützen möchte.
So entstehen Situationen, in denen man gedanklich immer wieder dieselben Möglichkeiten durchspielt und trotzdem zu keiner guten Entscheidung kommt.


Was früher selbstverständlich war, funktioniert plötzlich nicht mehr.
Argumente überzeugen nicht mehr wie früher.
Absprachen werden vergessen.
Gut gemeinte Hilfe wird als Einmischung erlebt.
Aus einem vertrauten Gespräch kann innerhalb weniger Minuten ein Konflikt entstehen.
Und als Angehöriger versuchst du gleichzeitig, mehrere Dinge miteinander zu vereinbaren:
Sicherheit. Selbstbestimmung. Würde. Verantwortung. Beziehung. Und deine eigenen Grenzen.
Genau deshalb reichen allgemeine Ratschläge wie
„Du musst auch an dich denken“ oft nicht aus.
Die eigentliche Frage lautet:
Wie soll das in meiner konkreten Situation gehen?
In der Akut-Beratung schauen wir nicht nur darauf, was passiert ist.
Wir schauen darauf, was hinter der Situation liegen könnte.
Zum Beispiel:
Was kann mit der Demenz zusammenhängen?
Wo entsteht gerade ein wiederkehrender Konflikt?
Welche Erwartungen sind möglicherweise nicht mehr realistisch?
Wo versuchst du etwas zu lösen, das sich nicht mehr durch Argumentieren lösen lässt?
Welche Bedürfnisse stehen hinter dem Verhalten?
Wo übernimmst du inzwischen mehr Verantwortung, als langfristig tragbar ist?
Welche Entscheidung wird möglicherweise durch Schuld oder Angst blockiert?
Und wo gibt es einen konkreten nächsten Schritt?
Das Ziel ist:
Die Situation so weit zu entwirren, dass du wieder klarer sehen und handeln kannst.
Zum Beispiel wenn …
… dein Angehöriger Hilfe ablehnt.
Du siehst, dass Unterstützung notwendig wäre – der Mensch mit Demenz sieht das völlig anders.
Wie kannst du damit umgehen, ohne jeden Tag denselben Kampf zu führen?
… du immer schneller gereizt reagierst.
Die zehnte gleiche Frage.
Die nächste Diskussion über etwas, das längst geklärt war.
Nächtliche Unruhe.
Vorwürfe.
Misstrauen.
Und irgendwann hörst du dich Dinge sagen, die du eigentlich gar nicht sagen wolltest.
Danach kommt das schlechte Gewissen.
Hier lohnt es sich, nicht nur über „mehr Geduld“ zu sprechen, sondern darüber, warum bestimmte Situationen immer wieder eskalieren und was du darin verändern kannst.
… eine schwierige Entscheidung ansteht.
Kann die Versorgung zu Hause noch funktionieren?
Brauchen wir mehr Unterstützung?
Ist eine Tagespflege denkbar?
Was passiert nach dem Krankenhaus?
Wann ist ein Pflegeheim nicht „Aufgeben“, sondern möglicherweise die verantwortungsvollere Entscheidung?
Gerade solche Entscheidungen können gleichzeitig Vernunft, Angst, Loyalität und Schuld berühren.
Wir versuchen, diese Ebenen voneinander zu trennen.

… die Familie sich nicht einig ist.
Einer kümmert sich täglich.
Ein anderer kommt gelegentlich vorbei und hat trotzdem sehr klare Vorstellungen davon, was „das Beste“ wäre.
Alte Familienrollen mischen sich plötzlich mit Pflegeentscheidungen.
Dann geht es nicht mehr nur um Demenz.
Es geht auch um Verantwortung, Grenzen und darum, wer eigentlich was trägt.
… du merkst, dass deine Kraft nicht mehr reicht.
Vielleicht funktionierst du nach außen noch.
Du organisierst Arzttermine, Medikamente, Einkäufe, Pflege, Behörden und Familie.
Aber innerlich merkst du:
Ich kann nicht einfach immer noch mehr auffangen.
Dann sollten wir nicht erst darüber sprechen, wenn gar nichts mehr geht.

Weil bei Demenz viele Situationen sehr persönlich sind – und gleichzeitig erstaunlich viele Muster wiederkehren.
Eine andere Teilnehmerin erzählt vielleicht von einem Konflikt mit ihrer Mutter und du merkst:
„Genau das passiert bei uns auch.“
Jemand stellt eine Frage, auf die du selbst noch gar nicht gekommen wärst.
Oder du hörst eine Situation von außen und erkennst plötzlich etwas, das du in deinem eigenen Alltag nicht mehr sehen konntest.
Deshalb ist die Gruppe bewusst klein gehalten:
Online · ca. 60 Minuten · maximal 4–6 Angehörige · klare Moderation
Als persönliche, geschützte Gesprächsrunde für konkrete Situationen aus dem alltäglichen Leben mit Demenz.
Nicht noch zehn weitere Tipps, die du angeblich tun „müsstest“.
Sondern möglichst:
mehr Verständnis dafür, was gerade passiert,
eine realistischere Einschätzung deiner Situation,
Entlastung von Gedanken, die dich im Kreis drehen lassen,
eine neue Perspektive auf das Verhalten deines Angehörigen
und vor allem:
Einen nächsten Schritt, der zu deiner tatsächlichen Situation passt.
Denn in einer akuten Pflegesituation braucht man Klarheit darüber, was jetzt als Nächstes dran ist.
Die Akut-Beratung wird von Marcello Cofone begleitet.
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Als Diplom-Psychogerontologe arbeite ich seit vielen Jahren mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen – in Familien, Angehörigengruppen und Pflegeeinrichtungen.
Wichtige Erfahrungen, die in die Akut-Beratung einfließen:
rund 30 Jahre Arbeit im Bereich Demenz
langjährige Begleitung von Angehörigen und Angehörigengruppen
Beratung und Schulung zahlreicher Pflegeeinrichtungen und Pflegeteams
In der Kleingruppe geht es nicht um theoretische Vorträge, sondern darum, deine aktuelle Situation fachlich einzuordnen und gemeinsam konkrete nächste Schritte zu finden.

1. Du sicherst dir einen Platz.
Du wählst einen verfügbaren Termin für die nächste Akut-Beratung und sicherst dir deinen Platz in der Kleingruppe.
2. Du bringst deine konkrete Situation mit.
Du brauchst keine perfekte Vorbereitung und keine lange Vorgeschichte aufzuschreiben.
Hilfreich ist eine einfache Frage:
„Was belastet oder beschäftigt mich gerade am meisten?“
3. Wir sortieren gemeinsam.
Was ist passiert?
Was daran hat möglicherweise mit der Demenz zu tun?
Was ist mit der familiären oder Partner - Beziehung?
Was ist die Überforderung oder Unsicherheit?
Was lässt sich beeinflussen – und was möglicherweise nicht?
4. Wir suchen gemensam den nächsten sinnvollen Schritt.
Nicht theoretisch, sondern alttagsbezogen machbar
Sondern bezogen auf deinen tatsächlichen Alltag.
Wichtig:
Wenn du sehr persönliche Themen noch vertiefter im Einzelgespräch besprechen möchtest, kannst du stattdessen auch eine 1:1‑Beratung buchen.
Hier geht es zur persönlichen Demenz‑Beratung
Das ist ein Gedanke, den Angehörige schnell haben.
Du funktionierst schließlich noch.
Es geht irgendwie.
Andere pflegen vielleicht schon länger oder unter schwierigeren Bedingungen.
Und tatsächlich verbergen Untersuchungen zufolge, zwei Drittel der pflegenden Angehörigen ihre Belastungen vor anderen Menschen.
Aber die entscheidende Frage ist nicht:
„Ist meine Situation (schon) schlimm genug?“
Sondern:
„Würde es mir helfen, sie jetzt mit jemandem zu sortieren?“
Wenn die Antwort darauf Ja ist, darf das Grund genug sein.

Du kannst einen Menschen lieben und trotzdem manchmal nicht mehr können.
Du kannst helfen wollen und gleichzeitig wütend darüber sein, wie sehr sich dein eigenes Leben verändert hat.
Du kannst wissen, dass zusätzliche Pflege notwendig ist und trotzdem Schuldgefühle haben.
Du kannst traurig über den Menschen sein, den du vermisst – obwohl dieser Mensch noch neben dir sitzt.
Diese Widersprüche gehören zu den besonders schwierigen Seiten einer Demenz und iher Begleitung als Anhegöriger.
Sie müssen nicht erst verschwinden, bevor du eine gute Entscheidung treffen kannst.
Manchmal entsteht Klarheit gerade dann, wenn man aufhört, gegen diese Widersprüche anzukämpfen – und beginnt, sie anzunehmen und mit anderen zu teilen. .

Du musst nicht jetzt die gesamte Pflegesituation lösen.
Wir beginnen dort, wo es jetzt schwierig ist.
Mit der Entscheidung, die du immer wieder verschiebst.
Mit dem Konflikt, der sich wiederholt.
Mit dem Verhalten, das du nicht einordnen kannst.
Oder einfach mit dem Satz:
„Ich weiß gerade nicht mehr, wie ich damit umgehen soll.“
Dafür ist die Akut-Beratung da.
Kleine Gruppe · konkrete Anliegen · kurzfristige Orientierung · schnell verfügbar
Disclaimer
Die Angebote durch Marcello Cofone dienen der Information und Unterstützung zur Selbsthilfe und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Es werden keine Diagnosen und Heilversprechen abgegeben. Die Verantwortung für die Inanspruchnahme der Angebote sowie für gesundheitliche Entscheidungen liegt ausschliesslich bei den Nutzern. Jegliche Haftung für Folgen der Anwendung der Inhalte oder Methoden ist ausgeschlossen.
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