Familienkonferenz bei Demenz

Wenn alle helfen wollen – aber jeder etwas anderes für richtig hält

Familienkonferenz für Familien mit Menschen mit Demenz

Eine Demenz betrifft nicht nur einen Menschen. Sie verändert oft das ganze Familiensystem.

Unterschiedliche Einschätzungen, Sorgen und Vorstellungen über Betreuung und Verantwortung können dazu führen, dass Entscheidungen immer schwieriger werden – und manchmal auch die Beziehungen untereinander leiden.

In der Familienkonferenz schaffen wir gemeinsam Klarheit:
Was braucht der Mensch mit Demenz? Was braucht ihr als Familie? Und wie kann ein Weg aussehen, den ihr gemeinsam tragen könnt?

Online · ca. 90 Minuten · Teilnehmer nach Absprache

Familienkonferenz auf einen Blick

  • Für wen: Familien, in denen ein Mensch mit Demenz lebt und bei denen wichtige Fragen oder Entscheidungen im Raum stehen.

  • Ziel: Ein gemeinsameres Bild der Situation gewinnen, Verantwortung fairer verteilen und konkrete nächste Schritte vereinbaren.

  • Format: Online-Familiengespräch, ca. 90 Minuten, moderiert von mir. Teilnehmerkreis sprechen wir vorher gemeinsam ab.

  • Investition: 279 € einmalig (inkl. MwSt.)

  • Nächster Schritt: Anfrage stellen, kurze Vorabklärung – dann Terminvereinbarung

Vielleicht kennt ihr als Familie solche Situationen

„Mama kommt doch noch gut alleine zurecht.“
– „Nein, das tut sie schon lange nicht mehr.“

„Warum soll immer ich mich kümmern?“

„Papa will auf keinen Fall ins Heim.“
– „Aber wie lange soll das zu Hause noch funktionieren?“

„Du siehst doch gar nicht, wie schlecht es inzwischen geht.“

Oder ihr habt eigentlich gar keinen offenen Streit – aber wichtige Fragen werden immer wieder vertagt, weil niemand weiß, wie man sie ansprechen soll.

Das ist bei Demenz nicht ungewöhnlich.

Familienmitglieder erleben einen Menschen unterschiedlich, wohnen unterschiedlich nah, übernehmen unterschiedliche Aufgaben – und gehen auch emotional unterschiedlich mit der Erkrankung um.

Aus unterschiedlichen Perspektiven werden dann schnell unterschiedliche „Wahrheiten“.

Worum es in der Familienkonferenz geht

Nicht darum, wer recht hat.

Die Familienkonferenz ist kein Tribunal und keine Abstimmung darüber, wer sich durchsetzt.

Wir versuchen zunächst, ein gemeinsameres Bild der Situation zu entwickeln:

  • Was hat sich durch die Demenz verändert?

  • Was kann euer Angehöriger noch selbst – und wo braucht er zunehmend Unterstützung?

  • Welche Belastungen gibt es bereits – bei wem?

  • Welche Entscheidungen stehen jetzt oder in nächster Zeit an?

  • Und wer kann und möchte welche Verantwortung übernehmen?

Ziel ist nicht, dass am Ende alle gleich denken.

Ziel ist, dass ihr wieder miteinander handeln könnt.

Was wir gemeinsam machen

Klarheit schaffen. Bedürfnisse sichtbar machen. Verantwortung sinnvoll verteilen.

In der Familienkonferenz helfe ich euch, das Gespräch zu strukturieren und darauf zu achten, dass unterschiedliche Perspektiven gehört werden.

Wir schauen gemeinsam auf vier Bereiche:

  1. Die Demenz-Situation verstehen
    Was passiert gerade tatsächlich – und welche Veränderungen sind durch die Erkrankung zu erwarten?

  2. Unterschiedliche Perspektiven verstehen
    Was sieht, erlebt und befürchtet jeder Einzelne?
    Nicht jede unterschiedliche Einschätzung ist automatisch ein Konflikt.

  3. Die wirklich wichtigen Fragen klären
    Was muss jetzt entschieden werden?
    Was kann warten?
    Und worauf solltet ihr euch bereits vorbereiten?

  4. Konkrete Vereinbarungen treffen
    Wer übernimmt was?
    Welche Unterstützung wird zusätzlich benötigt?
    Und was sind die nächsten Schritte?

Gute Demenzbegleitung darf auf mehreren Schultern liegen.

In vielen Familien übernimmt zunächst eine Person immer mehr:

Arzttermine. Einkäufe. Telefonate. Organisation. Betreuung. Entscheidungen. Sie wird die "Hauptpflegeperson", bei Ehepartnern oft natürlicherweise der Fall.

Andere möchten vielleicht helfen, wissen aber nicht wie – oder erleben die Situation ganz anders.

Je länger das ungeklärt bleibt, desto größer werden häufig Überforderung, Enttäuschung und gegenseitige Vorwürfe.

Eine frühzeitige Familienkonferenz kann helfen, Verantwortung sichtbar zu machen und realistischer und fairer zu verteilen.

Nicht jeder muss dasselbe leisten.
Aber jeder sollte wissen, was gebraucht wird und welchen Beitrag er leisten kann.

Was ihr als Familie mitnehmt

Am Ende soll mehr Klarheit auf dem Tisch liegen als vorher.

Je nach eurer Situation können das zum Beispiel sein:

✓ ein gemeinsameres Verständnis der aktuellen Demenz-Situation


✓ geklärte unterschiedliche Erwartungen und Sorgen


✓ Prioritäten: Was ist jetzt wirklich wichtig?


✓ konkrete Aufgaben und Verantwortlichkeiten


✓ Vereinbarungen für schwierige Alltagssituationen


✓ Vorbereitung auf kommende Veränderungen oder Entscheidungen


✓ ein klarer nächster Schritt für die Familie

Warum ich euch begleite

30 Jahre Demenz-Erfahrung – mit fachlicher Klarheit und menschlichem Blick.

Ich bin Marcello Cofone, Diplom-Psychogerontologe und psychologisch ausgebildeter Coach.

Seit rund 30 Jahren arbeite ich im Bereich Demenz – mit Menschen mit Demenz, mit Angehörigengruppen, mit Familien und mit Pflegeeinrichtungen.

Dabei zeigt sich immer wieder:

Eine fachlich richtige Lösung hilft wenig, wenn die Familie sie gemeinsam nicht tragen kann.

Deshalb betrachte ich in der Familienkonferenz beides:
die Anforderungen der Demenz – und die Menschen, die gemeinsam damit umgehen müssen.

Eure Familienkonferenz im Überblick

Online · ca. 90 Minuten

✓ moderiertes gemeinsames Gespräch


✓ Teilnehmer nach vorheriger Absprache


✓ fachliche Einordnung der Demenz-Situation


✓ Raum für unterschiedliche Perspektiven


✓ Klärung der wichtigsten aktuellen Fragen


✓ konkrete Vereinbarungen und nächste Schritte

279 € einmalig (inkl. MwSt.)

So läuft die Anfrage ab

Nach deiner Buchung erhältst Du eine mail mit ein paar vorbereitenden Fragen, die mir ein erste Bild Eurer Anfrage vermitteln sollen.

Ich melde mich bei dir, um zu klären, wer teilnehmen sollte und ob die Familienkonferenz das passende Format ist.

Wenn es passt, vereinbaren wir einen Termin und klären die Details.

Nach der Buchung erhältst du deine Terminbestätigung und alle Informationen zum Online-Termin per E-Mail.

Häufige Fragen

Müssen alle Familienmitglieder teilnehmen?

Nein. Entscheidend ist, dass die Personen teilnehmen, die für die aktuelle Situation und die anstehenden Entscheidungen wichtig sind. Das klären wir vorab gemeinsam.

Was, wenn es bereits starke Konflikte bei uns gibt?

Unterschiedliche Auffassungen und Spannungen gehören ausdrücklich zu den Themen einer Familienkonferenz. Vorab klären wir jedoch, ob das Format für eure konkrete Situation geeignet ist..

Muss der Mensch mit Demenz selbst teilnehmen?

Das hängt von Person, Erkrankung, Fragestellung und Situation ab. Ob eine Teilnahme sinnvoll und angemessen ist, besprechen wir im Vorfeld individuell.

Was ist, wenn wir mehr als 90 Minuten benötigen?

Die Familienkonferenz konzentriert sich auf die wichtigsten aktuellen Fragen und nächsten Schritte. Wenn sich zeigt, dass weitere Gespräche sinnvoll sind, können wir das anschließend gemeinsam besprechen.

Ihr müsst nicht in allem einer Meinung sein.

Aber ihr könnt gemeinsam Klarheit darüber gewinnen, wie es weitergeht.

Je früher wichtige Fragen ausgesprochen, Verantwortung geklärt und kommende Veränderungen gemeinsam bedacht werden, desto weniger muss eine einzelne Person alleine tragen.

Familienkonferenz · online · ca. 90 Minuten · 279 €

Disclaimer
Die Angebote durch Marcello Cofone dienen der Information und Unterstützung zur Selbsthilfe und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Es werden keine Diagnosen und Heilversprechen abgegeben. Die Verantwortung für die Inanspruchnahme der Angebote sowie für gesundheitliche Entscheidungen liegt ausschliesslich bei den Nutzern. Jegliche Haftung für Folgen der Anwendung der Inhalte oder Methoden ist ausgeschlossen.

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